Kontakt

Wir beraten Sie gerne

Guten Morgen VWA!

Friedrich L. Sell war nach Professuren in Gießen (1991-1992) und Dresden (1992-1997) von Januar 1998 bis März 2020 Inhaber eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität der Bundeswehr München. Gegenwärtig ist er Dozent, Studienleiter und Mitglied im Vorstand der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie München e. V. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Geld- und Währungspolitik, Theorie und Politik der Einkommensverteilung sowie Themenstellungen aus der Makro- und der Arbeitsmarktökonomik. Er schreibt seit 1995 regelmäßig in deutschen und ausländischen Printmedien.

Erasmus auch für die Weiterbildung? Ein Vorschlag!

Guten Morgen VWA!

Der Austausch von Studenten und Studentinnen im Rahmen von „Erasmus“ (ursprünglich ein Akronym für: „European Community Action Scheme for the Mobility of University Students“) zwischen europäischen Universitäten und Fachhochschulen funktioniert schon seit vielen Jahren, genauer: seit 1987. Von 1987 bis 2014 wurden durch dieses Programm ca. 522.000 Auslandsaufenthalte gefördert; Studenten wurden von München nach Venedig, von Neubiberg nach Alcalá de Henares, von Dresden nach Kent at Canterbury etc. und in umgekehrter Richtung „bewegt“.

Der Aufenthalt erstreckt sich meistens über ein Semester und Dank der „Bologna-Reform“ vom Anfang des Millenniums können die Studierenden in analoge Fächer mit vergleichbarem Abschluss (Bachelor, Master) wechseln. Ziel ist es, durch Anerkennung im Ausland (Gastuniversität) erbrachter Studienleistungen das Studium an der Heimatuniversität nicht zu verlängern. Natürlich geht es auch darum, die Sprache des Gastlandes (besser) zu beherrschen, „Land und Leute“ kennen zu lernen. Mancher hat sogar die Liebe seines Lebens durch und mit Erasmus getroffen. Neben dem geschilderten akademischen Aspekt hat das Erasmus-Programm zweifellos auch zu einer besseren „Völkerverständigung“ in Europa mit beigetragen.

Ich selbst habe schon Anfang der 1990er Jahre von der Uni Gießen (später von der TU Dresden) aus als Professor Bekanntschaft mit dem Erasmus-Programm gemacht. Für ein Auslandsstudium war ich schon viel zu alt. Ich erinnere mich noch gut an eine Fahrt nach Barcelona im Mai 1993 zur Universidad Autónoma, mit der ich ein Abkommen für unsere Fakultät/Universität abschließen wollte. Über die möglichen Inhalte waren wir uns schnell einig, allerdings habe ich nicht schlecht gestaunt, als man mir eröffnete, der Unterricht werde in Barcelona nicht auf (Hoch-)Spanisch, sondern auf Katalanisch abgehalten. Dass deutsche Studierende für ein Semester Auslandsstudium diese, na ja, sagen wir mal Regional-Sprache lernen sollten, schien meinen katalanischen Gesprächspartnern vollkommen selbstverständlich. Nach kurzer telefonischer Rücksprache mit meinen Fakultätskollegen in der Heimat, wurde klar, dass wir auf eine solches Abkommen für Studenten- und Dozentenmobilität wohl würden verzichten müssen. Das Erstaunen meiner katalanischen Kollegen darüber war nicht gering, ich wiederum war über ihr Erstaunen selbst erstaunt (vgl. dazu auch meinen früheren Blog zum katalanischen Separatismus).

Nun ist es bisher so, dass eigentlich nur Vollzeitstudenten und Doktoranden sowie beamtete Professoren in den Genuss des Erasmus-Austauschs kommen (können). Warum eigentlich? Wäre es nicht sinnvoll, dieses Programm auch für die Studierenden in der Weiterbildung zu öffnen? Nehmen wir unsere VWA-Studierenden: Für ein Auslandssemester bräuchten sie eine akademische Einrichtung (Fachhochschule, Akademie etc.) im Ausland, mit der im Wege des Anerkennungsmanagements von der hiesigen VWA vorab geklärt werden müsste, welche Veranstaltungen von unseren Studierenden – nach Feierabend – dort belegt und (am besten im Rahmen von Modulen, wie bei uns) abgeprüft werden könnten. Und sie benötigten eine Unternehmung im Ausland, in die sie von ihrem deutschen Arbeitgeber für ein halbes Jahr entsendet werden würden. Wer könnte das sein? In Frage käme eine Schwesterunternehmung, die dem gleichen Mutterkonzern angehört, es könnte auch ein europäischer Lieferant oder ein sonstiger Vertragspartner der eigenen Firma sein, der sich vom Gastaufenthalt unseres VWA-Studierenden selbst per Saldo geschäftliche Vorteile verspricht. Es ist klar, dass wir hier über eine begrenzte Zahl von Destinatar-Ländern, aber auch über eine überschaubare Menge an potentiellen Austausch-Studenten sprechen. Aber sollte man deswegen auf eine solche Chance verzichten?

Hilfestellung könnten im Ausland die deutschen Botschaften, für die praktischen Fragen aber vor allem die Auslandssitze der Industrie- und Außenhandels- Kammer bieten. Als ich in den Jahren 1987 bis 1989 im Auftrag des Kieler Instituts für Weltwirtschaft in Brasilien unterwegs war, hat mir die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer damals unschätzbare Dienste geleistet und viele Kontakte zu deutschstämmigen Unternehmen in Sao Paulo u. a. O. vermittelt. Ich werde das Thema etwas weiter recherchieren und dann darüber im nächsten Blog berichten!

Ich bin selbst mit Erasmus konkret beschäftigt, da die ältere meiner beiden Tochter, die eigentlich an der Katholischen Hochschule in Freiburg i. Br. studiert, seit Februar d. J. an der Partneruniversität in Kopenhagen ein Erasmus-Auslandsstudium absolviert. Natürlich sind wir nach Kopenhagen gefahren, um unserer Tochter zu besuchen und ja, ich konnte es nicht lassen, bin direkt in einen Mac Donald’s rein und ich habe gefragt, was denn dort der Big Mac kostet: Die Antwort war: 30 Dänische Kronen. Und was kostet er in München? Angeblich 4,30 €! Na, dämmert es? Der implizite Wechselkurs ist also 6,976 Kronen je Euro. Das ist nicht genau der Tageskurs am 28.03.2019, der lag nämlich bei 7,4657 Kronen je Euro. Die Differenz beträgt etwas mehr als 6%, soll heißen: Die Dänische Krone ist um diesen Prozentsatz unterbewertet gewesen. Solange jedenfalls, wie man annimmt, dass die Big-Mac-Parität etwa den Kaufkraftparitäten, also einem unverzerrten Wechselkurs, entspricht. Machen wir uns dieses Beispiel anhand einer kleinen Tabelle klar:

Der Ausdruck

gibt das Ausmaß der Überbewertung bzw. der Unterbewertung des Euro an.

 

Beispiel: Big Mac Index des Economist

LandBig Mac Preis in lokaler WährungWechselkurs am 28.03.2019KKP
Dänemark30 Kr0,134 €/$4,30/30 = 0,143
Eurozone4,30 € 

 

War der Euro am 28.03.2019 nun unterbewertet oder überbewertet?

Der Euro war offenbar um 6,3% überbewertet bzw. die Dänische Krone um 6,3% unterbewertet!

Kontakt München

Lindwurmstr. 85
80337 München
Telefon: 089 548221-0
info@vwa-muenchen.de
 
 

Öffnungszeiten

Wir sind telefonisch für Sie
erreichbar:

Mo.und Mi. 9:00-13:00 Uhr
Di. und Do. 9:00-12:00 Uhr und 14:00-17 Uhr

Fr. 9:00 - 12 Uhr

Persönlich sind wir für Sie da:

Dienstag- und Donnerstagnachmittag
(aktuell nur mit Voranmeldung)

Kontakt Ingolstadt

Referat für Kultur und Bildung
2. Stock Zimmer 209
Milchstr. 2
85049 Ingolstadt
Telefon: 0841 305-1802
info@vwa-muenchen.de

Öffnungszeiten

Mo.-Fr.: 08:00-12:00 Uhr und
Mo.-Mi.: 14:00-16:00 Uhr
Do.: 14:00-17:00 Uhr

Kontakt Rosenheim

In der VHS
Stollstr. 1
83022 Rosenheim
Telefon: 089 548221-0
info@vwa-muenchen.de
 

Öffnungszeiten

aktuell nicht besetzt:

Bitte informieren Sie sich
über den Kontakt München!